Reparieren statt ersetzen – Wie moderne Reparaturtechnologien Bauteilen ein zweites Leben geben
Datum: 03.12.2026
, 16:00-17:00 Uhr
Format: öffentlich
Von Verschleiß und Ausschuss zu längeren Lebenszyklen, geringeren Kosten und mehr Ressourceneffizienz
Was tun, wenn hochwertige Werkzeuge, Formen oder Maschinenkomponenten verschlissen sind? Neu beschaffen – oder gezielt wiederaufbauen?
Moderne Reparaturverfahren eröffnen hier völlig neue Möglichkeiten. Das Fraunhofer IPK arbeitet unter anderem mit scanbasierter Reparatur und drahtbasiertem Laserauftragschweißen. Dabei können komplexe Werkzeuge, Gussformen, Schmiedeteile oder hochwertige Einzelkomponenten rekonditioniert werden – sogar dann, wenn keine ursprünglichen CAD-Daten mehr vorhanden sind. Ein integrierter Scanner erfasst das Bauteil, aus den Daten werden die Reparaturbereiche und Roboterbahnen abgeleitet, anschließend erfolgt der gezielte Materialauftrag.
Damit wird Reparatur zu weit mehr als klassischer Instandsetzung: Verschlissene Bereiche können gezielt aufgebaut, Eigenschaften verbessert und Standzeiten verlängert werden. Das eröffnet gerade für Maschinen- und Anlagenbau, Werkzeug- und Formenbau sowie Prozess- und Energietechnik interessante Perspektiven.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wann lohnt sich Reparatur gegenüber Ersatz? Welche Bauteile eignen sich für additive Reparaturverfahren? Wie funktioniert die digitale Prozesskette vom Scan bis zum reparierten Bauteil? Und wie lassen sich Reparaturstrategien in bestehende Produktions- und Instandhaltungsprozesse integrieren?
Eine Veranstaltung für alle, die Kosten senken, Materialkreisläufe schließen und aus „verschlissen“ wieder „wertvoll“ machen möchten.


Referent: Dr. Max Biegler
Dr. Max Biegler leitet die Füge- und Beschichtungstechnik am Fraunhofer IPK. Sein Fokus liegt auf der Anwendungsforschung zur Verknüpfung von Digitalisierung und Schweißtechnik. Er hat an der Tu Berlin und TU München studiert und auf der Simulation von DED 3D Druck promoviert.
Unternehmen: Fraunhofer IPK
Das Fraunhofer IPK in Berlin entwickelt mithilfe anwendungsorientierter Forschung Lösungen entlang des gesamten industriellen Wertschöpfungskreislaufs. Die Leitidee ist dabei eine digital integrierte Produktion, in der Mensch und Maschine datenbasiert interagieren und sich so vorausschauend und flexibel auf sich ändernde Anforderungen einstellen können.
Als produktionstechnischer Forschungs- und Entwicklungspartner mit ausgeprägter IT-Kompetenz bietet das Fraunhofer IPK Systemlösungen, Einzeltechnologien und Dienstleistungen für die digital integrierte Produktion an.



