Ziviler Markt in der Rüstungsproduktion: Chancen erkennen, Anforderungen verstehen, Zukunft gestalten

Datum: 16.09.2026

, 16:00-17:00 Uhr

Organisator: AiF InnovatorsNet

, öffentlich

Die geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre – insbesondere der Angriff Russlands auf die Ukraine – haben die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie in Deutschland und Europa tiefgreifend verändert. Der Bedarf an leistungsfähigen, resilienten Lieferketten und innovativen Technologien ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig sucht die Rüstungsindustrie verstärkt nach Partnern aus der zivilen Wirtschaft, um neue Kompetenzen, Fertigungskapazitäten und Lösungen in die sicherheitsrelevante Produktion einzubinden. Doch wie gelingt der Einstieg in einen Markt, der besonderen Regularien, Sicherheitsanforderungen und Abläufen folgt?

Und welche Potenziale bringen Unternehmen aus klassischen Industriezweigen mit?

In dieser digitalen Session möchten wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen realistischen, praxisnahen und motivierenden Einblick in den zivilen Einstieg in die Rüstungsproduktion geben. Sie erfahren,

  • welche Anforderungen und Prozessketten in Beschaffung, Qualität, Produktion und Dokumentation gelten,
  • wie Innovations- und Technologietransfer

Darüber hinaus diskutieren wir gemeinsam, wie eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit und der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche gestaltet werden kann.

Ein Mann, der an einem Tisch arbeitet und lötet.

Wie kann eine Annäherung gelingen?

Nutzen Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen und wertvolles Feedback zu erhalten. Viele Unternehmen besitzen bereits Technologien oder Herstellungsverfahren, die in sicherheitsrelevanten Anwendungen gefragt sind – sie wissen es vielleicht nur noch nicht.

Referentin: Nadja Ohl
Oberregierungsrätin Nadja Ohl ist als Referentin im Justiziariat (Vergaberechtsgrundsatz) im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) tätig. Im Rahmen ihrer Tätigkeit betreut sie Vorgänge mit Mittelstandsbezug.

Institution: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) ist eine dem Bundesministerium der Verteidigung nachgeordnete Bundesoberbehörde mit Sitz in Koblenz. Es trägt die Verantwortung dafür, die Bundeswehr bedarfsgerecht, wirtschaftlich und zukunftsorientiert mit moderner Ausrüstung, Informationstechnik und innovativen Technologien auszustatten.
Zu den zentralen Aufgaben des BAAINBw gehören die Planung, Entwicklung, Erprobung, Beschaffung sowie die Nutzung und Weiterentwicklung von Wehrmaterial. Darüber hinaus steuert und begleitet die Behörde sämtliche Rüstungsprojekte der Bundeswehr – von der ersten Bedarfsanalyse über die technische Umsetzung bis hin zur Einführung in den Einsatz.
Mit rund 11.000 Beschäftigten einschließlich seines nachgeordneten Bereichs ist das BAAINBw die größte technische Behörde Europas und ein zentraler Akteur bei der Modernisierung und technologischen Weiterentwicklung der deutschen Streitkräfte.