Zukunftsdialog: Biologisierung der Industrie

Datum: 07.12.2026

, 16:00-17:30 Uhr

Organisator: AiF InnovatorsNet

, öffentlich

Die Natur entwickelt seit Milliarden Jahren hocheffiziente Lösungen für geschlossene Stoffkreisläufe, Ressourcennutzung und Energieeffizienz. Was wäre, wenn wir diese Prinzipien künftig stärker auf industrielle Prozesse übertragen? Die Biologisierung der Industrie zählt zu den spannendsten Zukunftsfeldern der kommenden Jahrzehnte und eröffnet völlig neue Perspektiven für eine nachhaltige Wertschöpfung, die Kreislaufwirtschaft und die Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Dennoch wird dieses Thema bislang nur selten im Zusammenhang mit industriellen Transformationsprozessen diskutiert.

In dieser Ausgabe von Visions-To-Go laden Thomas Strobel, Geschäftsführer der FENWIS GmbH und Zukunftslotse, sowie Rainer Färber von der AiF FTK GmbH dazu ein, gemeinsam einen Blick auf die Potenziale einer biologisch inspirierten Industrie zu werfen. Welche Rolle kann die Biologisierung für die Transformation hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft spielen? Welche neuen Rohstoffe, Materialien und Produktionsverfahren entstehen bereits heute? Und wie können biologische Prozesse dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen und kritischen Rohstoffen nachhaltig zu verringern?

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Bioökonomie, Biotechnologie, Biomaterialien, Nature-inspired Engineering sowie der Einsatz von Mikroorganismen und Algen in industriellen Produktionsprozessen. Darüber hinaus werden innovative Ansätze vorgestellt, bei denen biologische Ressourcen völlig neue Wertschöpfungspotenziale. Ebenso werden biologische Verfahren betrachtet, mit denen Rohstoffe zurückgewonnen, Schadstoffe abgebaut oder Stoffkreisläufe effizient geschlossen werden können.

Gemeinsam diskutieren wir unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Welche Rolle kann die Biologisierung für die Kreislaufwirtschaft der Zukunft spielen?
  • Welche Rohstoffe und Materialien könnten dadurch nachhaltig verfügbar werden?
  • In welchem Umfang lassen sich kritische Rohstoffabhängigkeiten von heute durch biobasierte Lösungen reduzieren?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus für den innovationsorientierten Mittelstand, sowie für zukünftige Wertschöpfungsneztwerke und neue Geschäftsmodelle?

Im Anschluss an den Zukunftsimpuls sind die Erfahrungen und Einschätzungen der Community und deren Gäste gefragt. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Visionen, sondern auch um die Frage, wie Unternehmen schon heute erste Schritte in Richtung einer biologisierten Wertschöpfung gehen können.

Die Veranstaltung schafft einen Raum für den Austausch zwischen Industrie, Forschung und Transfer und eröffnet neue Perspektiven auf ein Zukunftsthema, das in den kommenden Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewinnen dürfte.

Entdecken Sie gemeinsam mit uns, welche Innovationskraft in den Prinzipien der Natur steckt. Bringen Sie Ihre Erfahrungen und Ideen ein, diskutieren Sie mit und werfen Sie einen Blick auf eine Zukunft, in der biologische Prozesse, intelligente Materialien und natürliche Kreisläufe zu einem festen Bestandteil industrieller Wertschöpfung werden. Denn vielleicht liegt der Schlüssel für die Industrie von morgen nicht allein in neuer Technik – sondern auch in den Lösungen, die die Natur seit Millionen von Jahren erfolgreich nutzt.

Thomas Strobel ist Diplomingenieur für Maschinenwesen der TU München. Als Projektleiter, Technologiemanager und Führungskraft sammelte er 16 Jahre internationale Berufserfahrungen in verschiedenen Branchen mit Schwerpunkten in Prozessgestaltung, Zukunftsplanung, Strategieentwicklung sowie Innovations- und Portfoliomanagement. Seit 18 Jahren ist er Geschäftsführer und Gesellschafter der FENWIS GmbH in Gauting bei München (www.fenwis.de). Aufgrund seiner Praxiserfahrung arbeitet er heute in seiner Rolle als „Zukunftslotse“ für innovative mittelständische Unternehmen und Industrieverbände besonders industrienah. Methodisch hat er sich spezialisiert auf systematische Zukunftsplanung mit Perspektivwechsel für vorausschauende Geschäftstransformation zu neuen Geschäftsmodellen und zukünftigen Wettbewerbsvorteilen. Seine Kunden nutzen seine Expertise über praxisnahe und umsetzungsorientierte Vorträge, Workshops und Zukunftsprojekte.

Unternehmen: FENWIS GmbH
Die FENWIS GmbH begleitet in einer Rolle als „Zukunftslotse“ seit über 18 Jahren Unternehmen und Institutionen bei der vorausschauenden Kursbestimmung für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung.
Im Fokus der methodischen und inhaltlichen Projektarbeit steht die Erarbeitung eines gemeinsamen Zukunftsbildes als Grundlage für die Ableitung strategischer Handlungsoptionen. Daraus werden für wahrnehmbaren Kundennutzen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile schlüssige Roadmaps und Maßnahmenpläne für die zeitgerechte Umsetzung entwickelt.

Rainer Färber ist verantwortlich für Marketing & Business Development der AiF FTK GmbH und Initiator des AiF InnovatorsNet, der bundesweiten Innovations-Community der AIF. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und dem Aufbau branchenübergreifender Innovationsnetzwerke sowie auf der Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Verbänden und weiteren Akteuren des Innovationssystems.

Mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Innovationsmanagement, Wissenstransfer, Community-Aufbau, Veranstaltungsentwicklung und Innovationsmarketing entwickelt er Formate, die den Austausch fördern, Kooperationen initiieren und Innovationen schneller in die Praxis bringen. Dabei stehen insbesondere die Themen Technologie- und Ergebnistransfer, digitale Netzwerke, Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Sichtbarkeit von Innovationen im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Als Moderator, Referent und Netzwerker begleitet Rainer Färber Unternehmen und Organisationen dabei, neue Kontakte zu knüpfen, Wissen zu teilen und gemeinsam innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln.

Porträt Rainer Färber