Zukunftsdialog: Unternehmen ohne ‚Produkte‘?

Datum: 23.11.2026

, 16:00-17:30 Uhr

Organisator: AiF InnovatorsNet

, öffentlich

Was macht den Erfolg eines Unternehmens in Zukunft wirklich aus? Sind es weiterhin Produkte, die verkauft werden – oder vielmehr der Nutzen, den Kundinnen und Kunden aus geeigneten Geschäftsmodellen mit Produkten, Dienstleistungen und Lösungen ziehen? Immer mehr Unternehmen entwickeln sich vom klassischen Produkthersteller zum Anbieter ganzheitlicher Lösungen. Eigentum verliert zunehmend an Bedeutung, während Verfügbarkeit, Flexibilität, Nachhaltigkeit und individuelle Services und Abrechnungsmodelle zu den entscheidenden Faktoren für Kaufentscheidungen werden. Doch welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für Geschäftsmodelle, Wertschöpfung und Innovation?

In dieser Ausgabe von Visions-To-Go werfen Thomas Strobel, Geschäftsführer der FENWIS GmbH und Zukunftslotse, sowie Rainer Färber von der AiF FTK GmbH, einen Blick auf die Zukunft der Wertschöpfung. Aufbauend auf den bisherigen Veranstaltungen zur Kreislaufwirtschaft diskutieren wir, wie sich Unternehmen in einer zunehmend zirkulären und digitalen Wirtschaft neu positionieren können und welche Geschäftsmodelle langfristig erfolgversprechend sein werden.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der geldwerte Kundennutzen verändert. Was wird morgen überhaupt noch als Mehrwert wahrgenommen? Wofür sind Kundinnen und Kunden künftig bereit zu bezahlen? Welche Rolle spielen dabei Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit, digitale Services oder garantierte Leistungsfähigkeit? Und welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen?

Anhand aktueller Entwicklungen werden Zukunftskonzepte wie Product-as-a-Service, Software-as-a-Service, Solution-as-a-Service, Anything-as-a-Service, digitale Geschäftsmodelle, digitale Zwillinge, Sharing Economy sowie neue Formen der Plattformökonomie und Servitization vorgestellt und strategisch eingeordnet. Dabei wird deutlich, dass sich nicht nur einzelne Produkte verändern, sondern komplette Wertschöpfungssysteme neu organisieren.

Im anschließenden Austausch ist die Community gefragt. Gemeinsam diskutieren wir die zentrale Leitfrage:

Womit verdienen Unternehmen im Jahr 2036 eigentlich Geld – und wofür sind Kundinnen und Kunden dann noch bereit zu bezahlen?

Welche Chancen bieten abonnementbasierte Geschäftsmodelle? Wann schafft Pay-per-Use den größeren Mehrwert? Welche Rolle spielen digitale Services, Verfügbarkeitsgarantien oder datenbasierte Zusatzleistungen? Und wie verändern sich Geschäftsmodelle in einer Kreislaufwirtschaft, in der Produkte mehrfach genutzt, zurückgenommen, aufbereitet und erneut in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden?

Die Community des AiF InnovatorsNet sowie die Gäste begleiten die Diskussion ggf. mit Beispielen sowie Erfahrungen aus Industrie, Forschung und Innovationstransfer. Welche Veränderungen beobachten Sie bereits heute in Ihren Märkten? Welche Geschäftsmodelle funktionieren bereits erfolgreich? Und wo sehen Sie die größten Herausforderungen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Wertschöpfung?

Die Veranstaltung bietet Raum, das eigene Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen, neue Denkansätze kennenzulernen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen zudem in das Projekt „Zukunftsbild 2050“ des AiF InnovatorsNet ein und leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung langfristiger Transformationspfade für den innovationsorientierten Mittelstand.

Nutzen Sie die Gelegenheit, mit den Teilnehmenden darüber zu diskutieren, wie sich Wertschöpfung in den kommenden Jahrzehnten verändern wird. Denn die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur, welches Produkt ein Unternehmen verkauft – sondern welchen nachhaltigen Nutzen es seinen Kundinnen und Kunden künftig bietet.

Thomas Strobel ist Diplomingenieur für Maschinenwesen der TU München. Als Projektleiter, Technologiemanager und Führungskraft sammelte er 16 Jahre internationale Berufserfahrungen in verschiedenen Branchen mit Schwerpunkten in Prozessgestaltung, Zukunftsplanung, Strategieentwicklung sowie Innovations- und Portfoliomanagement. Seit 18 Jahren ist er Geschäftsführer und Gesellschafter der FENWIS GmbH in Gauting bei München (www.fenwis.de). Aufgrund seiner Praxiserfahrung arbeitet er heute in seiner Rolle als „Zukunftslotse“ für innovative mittelständische Unternehmen und Industrieverbände besonders industrienah. Methodisch hat er sich spezialisiert auf systematische Zukunftsplanung mit Perspektivwechsel für vorausschauende Geschäftstransformation zu neuen Geschäftsmodellen und zukünftigen Wettbewerbsvorteilen. Seine Kunden nutzen seine Expertise über praxisnahe und umsetzungsorientierte Vorträge, Workshops und Zukunftsprojekte.

Unternehmen: FENWIS GmbH
Die FENWIS GmbH begleitet in einer Rolle als „Zukunftslotse“ seit über 18 Jahren Unternehmen und Institutionen bei der vorausschauenden Kursbestimmung für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung.
Im Fokus der methodischen und inhaltlichen Projektarbeit steht die Erarbeitung eines gemeinsamen Zukunftsbildes als Grundlage für die Ableitung strategischer Handlungsoptionen. Daraus werden für wahrnehmbaren Kundennutzen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile schlüssige Roadmaps und Maßnahmenpläne für die zeitgerechte Umsetzung entwickelt.

Rainer Färber ist verantwortlich für Marketing & Business Development der AiF FTK GmbH und Initiator des AiF InnovatorsNet, der bundesweiten Innovations-Community der AIF. Sein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und dem Aufbau branchenübergreifender Innovationsnetzwerke sowie auf der Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Verbänden und weiteren Akteuren des Innovationssystems.

Mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Innovationsmanagement, Wissenstransfer, Community-Aufbau, Veranstaltungsentwicklung und Innovationsmarketing entwickelt er Formate, die den Austausch fördern, Kooperationen initiieren und Innovationen schneller in die Praxis bringen. Dabei stehen insbesondere die Themen Technologie- und Ergebnistransfer, digitale Netzwerke, Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Sichtbarkeit von Innovationen im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Als Moderator, Referent und Netzwerker begleitet Rainer Färber Unternehmen und Organisationen dabei, neue Kontakte zu knüpfen, Wissen zu teilen und gemeinsam innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln.

Porträt Rainer Färber