Forschungszulage: Antragsstellung meistern und Potenziale ausschöpfen – ein Interview mit Michael B. Krause

06/2026 – Innovation ist das Produkt von Ideen, die in konkreten Projekten mündet. Eine Forschungszulage bietet Unternehmen Möglichkeiten, Innovationen, eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finanziell zu stärken und zusätzliche Spielräume für zukunftsweisende Innovationen zu schaffen.
Diplom Kaufmann Michael B. Krause, Technische Universität Berlin, hat über mehr als 10 Jahre Erfahrung als CEO/CFO in unterschiedlichen mittelständischen Unternehmen. Er ist aktuell CEO beim Deutschen Institut für Management & Innovation GmbH und auch bei der CHP Rechtsanwalt & Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB beschäftigt, wo er sich u.a. im Steuerwesen, Controlling und Finanzen mit neuen digitalen Produkten beschäftigt. Seit 2015 ist er an unterschiedlichen Hochschulen Dozent u.a. für die Themen Finance, Geschäftsmodelle, Entrepreneurship, Digitalisierung sowie Innovationsmanagement. Darüber hinaus hat er u.a. diverse Bücher veröffentlicht, zuletzt den „Innovationscode“. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Verbandes innovativer Unternehmen.
Lesen Sie im Interview mit Michael B. Krause wie Unternehmen das Potenzial der Forschungszulage ausschöpfen können und welche Hürden bei der Antragsstellung zu meistern sind.
Herr Krause, viele Unternehmen kennen die Forschungszulage zwar dem Namen nach, schöpfen ihr Potenzial jedoch nicht aus. Warum bleibt dieses Förderinstrument Ihrer Meinung nach noch immer unterschätzt?
Viele Unternehmen wissen nicht, wie Projekte einzuordnen sind. Was ist Forschung und Entwicklung? Kann ich mein Projekt fördern lassen? Zudem schreckt der Aufwand bei der Antragsstellung ab und das lange zweistufige Verfahren. Aus meiner Sicht muss sich eine solche Fördermaßnahme auch für nicht-technische Innovationen öffnen. Die Förderpolitik geht oft in die gleiche Richtung.
Sie beschäftigen sich intensiv mit digitalen Innovations- und Förderprozessen. Welche typischen Fehler oder Hürden erleben Sie bei Unternehmen besonders häufig bei der Antragstellung?
Problem ist, dass das typische KMU keinen Überblick über die Fördermaßnahmen hat. Das Fördersystem ist für den Dritten sehr unübersichtlich. Dazu lässt sich für ein Unternehmen mit wenig Erfahrung nur schwierig erkennen, ob ich in die Förderrichtlinie reinpasse. Zudem sind viele Fördermaßnahmen so strukturiert, dass meist die konkreten Projekte nicht zu 100 Prozent passen. Nicht technisch genug sind.
Antragsstellung, Richtlinien und die Vielzahl an Maßnahmen überfordern KMU.
In Ihrer Veranstaltung zeigen Sie, wie KI den Weg zur Forschungszulage vereinfachen kann. Was verändert sich dadurch konkret im Vergleich zu klassischen Vorgehensweisen?
Ziel ist es, die Unternehmen bei Ihren Projekten abzuholen und den oben beschriebenen Prozess zu vereinfachen, sodass der bürokratische Aufwand so gering wie möglich ist!
Gerade mittelständische Unternehmen kämpfen oft mit knappen Ressourcen und hohem administrativem Aufwand. Wie können digitale Lösungen hier echte Entlastung schaffen?
Wichtig ist, dass wir vom Problem der Unternehmen kommen und nur Lösungen entwickeln, wo Problemstellung des Kunden bestehen.
Wenn Unternehmen nach der Veranstaltung nur eine zentrale Erkenntnis mitnehmen: Welche sollte ihnen helfen, ihre Innovationsprojekte künftig strategischer und erfolgreicher fördern zu lassen?
Das Verständnis dafür zu entwickeln, ob ich Förderpotential habe oder nicht und im Anschluss mit dem Tool, das Projekt optimal und schnell umsetze!



