Forschungszulage neu gedacht – ein Interview mit Georg Kapounis

Categories: Förderung & FinanzenPublished On: 19. Juni 2026
Ein Arbeitstisch, an dem mehrere Personen sitzen und arbeiten.

06/2026 – Innovationen entstehen dort, wo Ideen konsequent weiterentwickelt und in konkrete Projekte überführt werden. Genau hier bietet die Forschungszulage Unternehmen eine attraktive Möglichkeit, eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finanziell zu stärken und zusätzliche Spielräume für Innovationen zu schaffen.

Dipl.-BW. Georg Kapounis unterstützt seit mehr als 15 Jahren Unternehmen bei der Beantragung von F&E-Förderungen. Der Schwerpunkt seiner Beratungstätigkeit liegt auf der steuerlichen Forschungsförderung in Deutschland, Österreich und Griechenland. Aus der praktischen Notwendigkeit heraus, Daten verschiedener Akteure effizient zu erfassen, zu strukturieren und aufzubereiten, entstand die Plattform EasyFZul. Mithilfe der Plattform können FZul-Anträge weitgehend automatisiert und in einem Bruchteil der üblichen Bearbeitungszeit abgewickelt werden. Ein Jahr seit Einführung werden über EasyFZul bereits Fördervolumina von mehr als 7 Mio. € gemanagt. Es bestehen Kooperationen mit bwcon und dem Chemie-Cluster Bayern.

Lesen Sie im Interview mit Georg Kapounis wie Zeitersparnis bei Antragstellung und Projektmanagement der Forschungszulage möglich ist.

Herr Kapounis, mit „Easy-FZul“ zeigen Sie einen KI-gestützten Ansatz für die Forschungszulage. Was war die ursprüngliche Idee hinter der Entwicklung dieses Tools?

Meine ursprüngliche Motivation war es, mir selbst bei der täglichen Bearbeitung von Forschungszulagen-Anträgen Arbeit abzunehmen. Nach und nach hat sich daraus jedoch ein ganzheitliches Tool entwickelt, das den gesamten Prozess effizient unterstützt.

Viele Unternehmen empfinden Förderanträge als komplex und zeitintensiv. Wie gelingt es Ihrer Lösung, diesen Prozess schneller und gleichzeitig strukturierter zu machen?

Im Gegensatz zu vielen anderen Lösungen am Markt ist mein Ansatz kein allgemeines Projektmanagement-Tool, das zusätzlich auch für Forschungszulagen genutzt werden kann. „Easy-FZul“ wurde von Anfang an ausschließlich für die Bearbeitung von Forschungszulagen-Anträgen entwickelt. Dadurch wird nur das tatsächlich Relevante abgefragt, während große Teile der Datenverarbeitung und Antragserstellung bereits automatisiert erfolgen. Das macht den Prozess deutlich effizienter und strukturierter.

Sie sprechen nicht nur über Antragstellung, sondern auch über Projektmanagement, Zeiten und Dokumentation. Warum wird die durchgängige digitale Begleitung von Innovationsprojekten immer wichtiger?

Weil genau darin das größte Potenzial für Arbeits- und Zeitersparnis liegt. Wenn relevante Informationen direkt bei den verantwortlichen Personen initial erfasst und anschließend über den gesamten Prozess hinweg weiterverarbeitet werden, reduziert sich der manuelle Aufwand erheblich. Besonders effizient funktioniert das dann, wenn der gesamte Ablauf konsequent auf die Anforderungen der Forschungszulage zugeschnitten ist.

KI verändert derzeit zahlreiche Unternehmensprozesse. Welche Potenziale sehen Sie speziell im Zusammenspiel von KI, Innovation und Fördermanagement in den kommenden Jahren?

Im Laufe der Entwicklung meines eigenen Tools habe ich festgestellt, dass wirklich werthaltige KI-Lösungen nur entstehen, wenn der gesamte Prozess abgebildet und möglichst spezifisch auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnitten wird. Einen universellen KI-„Zauberstab“, mit dem sich komplexe Prozesse heute bereits vollständig top-down automatisieren lassen, gibt es aktuell noch nicht. Ich halte es jedoch für sehr wahrscheinlich, dass sich genau in diese Richtung in den kommenden Jahren vieles weiterentwickeln wird – mit erheblichen Auswirkungen auf das Fördermanagement.

Was wird die Teilnehmenden Ihrer Live-Einblicke oder Praxisbeispiele besonders überraschen, wenn sie sehen, wie moderne Förderprozesse heute funktionieren können?

Ich weiß nicht, ob es zwangsläufig große Aha-Effekte geben wird. Ich kann mir aber vorstellen, dass insbesondere die Klarheit und Stringenz des Prozesses sowie die Möglichkeit, auch komplexe Anträge per Knopfdruck weitgehend automatisiert zu generieren, viele Teilnehmende überraschen werden.

Das Event ‚Forschungszulage neu gedacht‘ findet am 22.06.2026 | 16:00-17:00 Uhr statt. Anmelden und dabei sein!

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