Führung im Spannungsfeld: Stabilität sichern und Wandel ermöglichen – ein Statement von Rainer Färber

Categories: Management & New Work, ThemenreihePublished On: 4. August 2026
Ein Mann mit offenen Händen zwischen denen mehrere Symbole schweben.

Unternehmen stehen aktuell vor einer Vielzahl gleichzeitiger Herausforderungen: Die wirtschaftliche Unsicherheit ist laut aktuellen Umfragen besonders hoch – so rechnet beispielsweise die OECD für 2026 mit einem globalen Wachstum von nur etwa 3 %, während die Inflation in der Eurozone weiterhin über dem Zielwert liegt. Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Thema: Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlten im Jahr 2025 allein in Deutschland mehr als 570.000 qualifizierte Arbeitskräfte, insbesondere in technischen und digitalen Berufen. Die technologische Transformation schreitet schnell voran – 77 % der Unternehmen geben laut Bitkom an, dass Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ihre Geschäftsmodelle grundlegend verändern. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Flexibilität: Über 60 % der Unternehmen berichten, dass hybride Arbeitsmodelle und flexible Strukturen immer wichtiger werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Laut World Economic Forum zählt der Mangel an qualifizierten Fachkräften zu den größten Risiken für Unternehmen weltweit – fast 75 % der befragten Firmen geben an, dass sie Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen, besonders in IT, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen von Mitarbeitenden deutlich: Eine Studie von Gallup zeigt, dass 85 % der Beschäftigten Wert auf flexible Arbeitszeiten legen, während 68 % eine sinnstiftende Tätigkeit und die Möglichkeit zur Eigenverantwortung als entscheidend für ihre Zufriedenheit sehen. Diese Entwicklungen verlangen von Unternehmen, ihre Arbeitskultur und Personalstrategien neu zu denken.

Für das Management bedeutet das eine neue Rolle:

Führungskräfte müssen heute gleichzeitig Stabilität gewährleisten und Veränderung ermöglichen. Sie müssen klare Ziele definieren, ohne Innovation zu blockieren, und Strukturen schaffen, die sowohl Effizienz als auch Anpassungsfähigkeit unterstützen. Laut einer Umfrage von McKinsey geben 62 % der Führungskräfte an, dass die Fähigkeit, Wandel zu steuern und gleichzeitig Stabilität zu sichern, zu den wichtigsten Kompetenzen im modernen Management zählt. Gleichzeitig zeigen Zahlen, dass flexible und adaptive Organisationen um bis zu 30 % schneller auf Veränderungen reagieren und innovativer agieren als traditionelle Unternehmen. Nur wer diese Balance meistert, kann langfristig erfolgreich sein und die Herausforderungen der Zukunft bewältigen.

Meine Meinung: Moderne Führung bedeutet heute, Klarheit zu schaffen – in einer Situation, in der viele Faktoren gleichzeitig in Bewegung sind.

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