KI eine Frage der Haltung – ein Statement von Rainer Färber

Categories: Künstliche Intelligenz & IT, ThemenreihePublished On: 29. September 2026
Über einem Tablet, dass gehalten wird, schwebt ein digitales Gehirn.

09/2026 – KI ist für mich kein Zukunftsthema mehr – sondern eine Frage der Haltung.

Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie selbstverständlich KI inzwischen Teil meines Alltags geworden ist. Ob beim Schreiben, Recherchieren oder Entwickeln neuer Ideen – vieles geht heute schneller als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem frage ich mich regelmäßig: Nutzen wir KI eigentlich nur, weil wir es können, oder weil wir wirklich einen Mehrwert schaffen?

Mich beschäftigt dabei vor allem eines: Wir sprechen häufig über neue Tools, beeindruckende Modelle oder immer höhere Leistungsfähigkeit. Viel seltener reden wir darüber, wie wir diese Möglichkeiten sinnvoll einsetzen. Denn am Ende entscheidet nicht die Technologie über den Erfolg, sondern der Mensch, der sie verantwortungsvoll nutzt.

Die Entwicklung ist rasant. Nach aktuellen Zahlen des ifo Instituts setzen inzwischen 54,5 Prozent der Unternehmen in Deutschland KI in ihren Geschäftsprozessen ein – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig planen weitere Unternehmen den Einstieg oder beschäftigen sich intensiv mit dem Thema. KI ist damit endgültig in der Breite der Wirtschaft angekommen.

Gerade deshalb finde ich den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung, Hochschulen und Bildungseinrichtungen wichtiger denn je. Niemand wird alle Antworten allein finden. Wir müssen voneinander lernen, Erfahrungen teilen und auch offen über die Grenzen von KI sprechen.

Für mich bedeutet Künstliche Intelligenz deshalb nicht, den Menschen zu ersetzen. Sie gibt uns vielmehr die Chance, kreativer zu werden, bessere Entscheidungen zu treffen und mehr Zeit für die Dinge zu gewinnen, die Maschinen eben nicht können: wie unter anderem Verantwortung übernehmen, Zusammenhänge erkennen und Vertrauen schaffen.

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