Materialien werden zum Engpass – und zum Wettbewerbsvorteil: ein Statement von Rainer Färber

06/2026 – Materialien rücken aktuell stärker denn je in den strategischen Fokus von Unternehmen. Der Grund liegt nicht allein in technologischen Entwicklungen, sondern vor allem in den globalen Rahmenbedingungen: gestörte Lieferketten, steigende Rohstoffpreise, geopolitische Abhängigkeiten und wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit.
Diese Faktoren führen dazu, dass Materialentscheidungen heute weit über technische Fragestellungen hinausgehen. Sie beeinflussen Produktionssicherheit, Kostenstrukturen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Gleichzeitig eröffnen neue Werkstoffe und additive Fertigungstechnologien völlig neue Möglichkeiten. Produkte können leichter, effizienter und funktionsintegrierter gestaltet werden. Produktionsprozesse werden flexibler, und Abhängigkeiten von klassischen Lieferketten lassen sich reduzieren.
Dennoch zeigt sich in der Praxis ein wiederkehrendes Muster:
Viele Unternehmen erkennen die technologischen Potenziale, tun sich jedoch schwer, diese systematisch in ihre bestehenden Strukturen zu integrieren. Es fehlt häufig an klaren Entscheidungsgrundlagen, an Erfahrung im Umgang mit neuen Materialien oder an der Verbindung zwischen Entwicklung und Anwendung.
Gerade in einem dynamischen und unsicheren Umfeld wird deutlich:
Materialkompetenz entwickelt sich vom technischen Detail zu einem strategischen Erfolgsfaktor.
Meine Meinung: Wer Materialien nicht nur einsetzt, sondern aktiv strategisch denkt, schafft sich entscheidende Vorteile in Flexibilität, Resilienz und Innovationsfähigkeit.



