Technologie ist kein Engpass mehr, Orientierung schon – ein Statement von Rainer Färber

Eine Baustelle mit mehreren Symbolen, die über dem Bild liegen.

06/2026 – Technologische Entwicklungen schreiten mit hoher Geschwindigkeit voran. Laut einer aktuellen Studie des Bitkom-Verbandes wächst der deutsche Markt für künstliche Intelligenz jährlich um etwa 28 % und wird bis 2025 voraussichtlich ein Volumen von rund 6,8 Milliarden Euro erreichen. Automatisierung und digitale Plattformen sind ebenfalls auf dem Vormarsch – 72 % der Unternehmen in Deutschland setzen bereits auf digitale Technologien zur Prozessoptimierung. Moderne Fertigungstechnologien wie 3D-Druck oder Robotik treiben die Effizienz weiter voran: Im Jahr 2025 wird erwartet, dass weltweit über 4 Millionen Industrieroboter im Einsatz sind, ein Anstieg von über 50 % gegenüber 2021.

Für Unternehmen bedeutet das einerseits große Chancen – andererseits eine zunehmende Komplexität in der Entscheidungsfindung. Die Vielzahl an technologischen Optionen führt dazu, dass laut einer Umfrage von McKinsey rund 61 % der befragten Unternehmen Schwierigkeiten haben, die richtige Technologieauswahl zu treffen.

Gleichzeitig erwarten Kunden und Partner immer schnellere Reaktionszeiten: Über 80 % der Kunden erwarten heute eine digitale und automatisierte Interaktion mit Unternehmen, was den Druck auf die Organisationen erhöht, technologisch up-to-date zu bleiben.

Die zentrale Frage ist längst nicht mehr, ob Technologien verfügbar sind, sondern welche davon wirklich relevant sind. Weltweit stehen Unternehmen mehr als 30.000 digitale Tools zur Verfügung – doch nur ein Bruchteil davon bringt echten Mehrwert für das eigene Geschäftsmodell. Laut Gartner nutzen Unternehmen durchschnittlich nur etwa 20 % der verfügbaren digitalen Lösungen tatsächlich effektiv.

Viele Organisationen stehen vor der Herausforderung, aus einer Vielzahl von Optionen die richtigen Prioritäten abzuleiten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Geschwindigkeit und Umsetzung: Laut einer PwC-Studie erwarten 67 % der Führungskräfte, dass Innovationen innerhalb von sechs Monaten umgesetzt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In der Praxis zeigt sich: Gerade in einem dynamischen Umfeld wird Orientierung zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Unternehmen, die klare Prioritäten setzen und ihre technologischen Investitionen an der eigenen Strategie ausrichten, sind laut einer Studie von Deloitte um bis zu 35 % erfolgreicher bei der Umsetzung von Innovationen als jene, die ohne klaren Fokus agieren.

Meine Meinung: Der Wettbewerb entscheidet sich nicht daran, wer die meisten Technologien kennt, sondern wer die richtigen auswählt und konsequent umsetzt.

zurück